Tarifeinigung am 4. Dezember 2019 für Hessen

In zweiter Verhandlungsrunde wurde am 4. Dezember mit der IG Metall für die hessische Holz- und Kunststoffindustrie ein Tarifabschluss erzielt.

 

Die Verhandlungen waren vorgeprägt durch die bereits in Niedersachen, Bayern und Westfalen erzielten Tarifeinigungen, die alle inhaltsgleich ausgefallen waren. Vor dem Hintergrund der recht langen Laufzeit von 23 Monaten hat sich der Sozialpolitische Ausschuss letztlich entschlossen, eine Übernahme der Tarifergebnisse aus anderen Tarifbezirken zu akzeptieren. Es wurde ein Abschluss mit folgenden Eckpunkten vereinbart: 

 

  • Fortführung der jetzigen Lohn- und Gehaltstabellen bis 31. Dezember 2019 (drei Monate)

  • Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro (Teilzeitbeschäftigte anteilig) und für Auszubildende in Höhe von 75 Euro, jeweils fällig und zahlbar mit der Abrechnung für Januar 2020

  • Entgelterhöhung von 2,6 Prozent ab 1. Januar 2020 für zwölf Monate

  • weitere Entgelterhöhung von 1,8 Prozent ab 1. Januar 2021 für acht Monate

  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 55/75/90 und 100 Euro im 1./ 2./ 3. und 4. Ausbildungsjahr ab 1. Januar 2020

  • Gesamtlaufzeit von 23 Monaten (bis 31. August 2021)

  • Verlängerung der Laufzeit des TV Demografie bis zum 31. August 2021

  • Erklärungsfrist für beide Seiten bis 17. Dezember 2019.


     

Nach der Westrick-Formel liegt die Belastung der ersten Erhöhungsstufe unter Einbeziehung der Einmalzahlung bei 2,46 Prozent und damit günstiger als sonst in der diesjährigen Tariflandschaft und bei anderen Branchen.

 

Das erzielte Ergebnis bietet insbesondere dank der langen Laufzeit Kalkulations- und Planungssicherheit für die Unternehmen für fast zwei Jahre.

 

Das Verhandlungsergebnis steht noch unter dem Vorbehalt einer Erklärungsfrist bis zum 17. Dezember 2019.

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