tarifabschluss für hessen

In zweiter Verhandlungsrunde wurde am 29. Januar 2018 mit der IG Metall für die hessische Holz- und Kunststoffindustrie ein Tarifabschluss erzielt. 

 

Unsere Verhandlungen waren vorgeprägt durch die bereits in Baden-Württemberg, Westfalen, Niedersachen und während unserer Gespräche auch in Bayern und Sachsen-Anhalt erzielten Tarifeinigungen, die alle inhaltsgleich ausgefallen waren: Bei einer Laufzeit von 21 Monaten zwei Einmalzahlungen und eine Tariferhöhung von 4,0 Prozent ab 1. Mai 2018. 

 

In den Verhandlungen wurde deutlich, dass die Gewerkschaft eine Übernahme dieser Vorlagen 1:1 erwartete. Es wurden Variationen hinsichtlich der Prozentzahl der Tariferhöhung, der Aufteilung der Tariferhöhung in zwei Erhöhungsstufen, einer Verlängerung der Laufzeit, einer Absenkung der Einmalzahlungen und des Beginns der Tariferhöhung sondiert. Wenn die Gewerkschaften zu kleineren Abweichungen bereit war, verlangte sie unverhältnismäßig hohe Kompensationen an anderer Stelle. Vor dem Hintergrund der Dank der langen Laufzeit gerade noch als vertretbar anzusehenden Vorlage hat sich die Arbeitgeberseite letztlich nach langer Diskussion entschlossen, eine Übernahme der Tarifergebnisse aus anderen Tarifbezirken zu akzeptieren. Es wurde daher ein Abschluss mit folgenden Eckpunkten vereinbart:

 

  • zwei Einmalzahlungen für die Monate Januar bis April 2018 in Höhe von je 150 Euro (fällig jeweils im Februar und April) 
  • Entgelterhöhung in Höhe von 4,0 Prozent ab 1. Mai 2018
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen zum 1. Januar 2018 um 50 Euro
  • Laufzeit 21 Monate bis 30. September 2019 
  • Erklärungsfrist zum 13. Februar 2018

 

Nach der Westrick-Formel liegt der Tarifabschluss unter Einbeziehung der Einmalzahlungen bezogen auf 12 Monate bei 2,18 Prozent und damit nur wenig über der Inflationsrate. 

Das erzielte Ergebnis bietet insbesondere aufgrund der langen Laufzeit Kalkulations- und Planungssicherheit für die Unternehmen für fast zwei Jahre. Auch konnte durch das heutige Ergebnis die Tarifrunde in unserem Bezirk vor der „heißen Phase“ in der Metall- und Elektroindustrie beendet werden, wodurch eine Einflussnahme des Metall-Tarifkonflikts vermieden wird.

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